Erlesene Freuden
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Aufbruch zur Barmherzigkeit

Was uns wiederverheiratete Geschiedene im Glauben zu denken geben

von Siegfried Hübner


ISBN: 9783945462348

60 Seiten, € 4,90

 

"Dieses Thema, das wir uns für unsere heutige Besinnung vornehmen, gehört zu denen, über die zur Zeit alle, die für das Leben und die Zukunft unserer Kirche Verantwortung tragen, nachdenken."

Siegfried Hübner


Brief von P. Dr. Hans Langendörfer X (anklicken)


Anmerkung

Am 26. März 2015 erhielt ich die Information, dass Papst Franziskus am 13. März 2015 im Vatikan „Das Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen hatte. Und am 25. März hatte ich vorliegenden Vortrag vom 11. März! von Siegfried Hübner, den ich am 16. März von ihm erhalten hatte, unter dem Titel „Aufbruch zur Barmherzigkeit“ zum Druck der ersten Bücher an BoD gegeben...

Auf das „Jahr der Barmherzigkeit“ möchte ich hier gern hinweisen, weitere Berichte lassen sich im Internet leicht finden. Papst Franziskus wies in seiner Predigt am 13. März (wie Siegfried Hübner in seinem vorliegenden Text) auch auf die Liebe der Sünderin hin.

Hier ein Auszug aus seiner Predigt:

Es ist die Liebe der Sünderin, die sich vor dem Herrn erniedrigt, aber noch davor gibt es die barmherzige Liebe Jesu für sie, welche sie dazu bringt, sich ihm zu nähern. Ihre Tränen der Reue und der Freude waschen die Füße des Meisters, und ihre Haare trocknen sie in Dankbarkeit; die Küsse sind Ausdruck ihrer reinen Zuneigung; und die reichhaltig ausgegossene wohlriechende Salbe bezeugt, wie kostbar er in ihren Augen ist.

Jede Geste dieser Frau spricht von Liebe und drückt ihre Sehnsucht aus, eine unerschütterliche Sicherheit in ihrem Leben zu haben: dass ihr vergeben ist. Diese Sicherheit ist wunderbar. Und Jesus gibt ihr diese Sicherheit: Sie annehmend zeigt er ihr die Liebe Gottes für sie, ganz allein für sie! Für eine bekannte Sünderin. Die Liebe und die Vergebung sind gleichzeitig: Gott vergibt ihr viel, alles, weil „sie viel Liebe gezeigt hat“; und sie verehrt Jesus weil sie spürt, dass in ihm die Barmherzigkeit ist, nicht Verurteilung. Sie spürt, dass Jesus sie mit Liebe versteht, sie, eine Sünderin.

Dank Jesu hat Gott ihre vielen Sünden auf sich genommen, sie sind vergessen. Auch das ist wahr: Wenn Gott vergibt, dann vergisst er, er vergisst, so groß ist die Vergebung Gottes. Für sie beginnt nun eine neue Zeit; sie ist in die Liebe und ein neues Leben eingetreten.

Diese Frau ist dem Herrn wirklich begegnet. In der Stille hat sie ihr Herz geöffnet; im Schmerz hat sie ihm ihre Reue für ihre Sünden gezeigt; in ihren Tränen hat sie an die göttliche Güte appelliert, um Vergebung zu erlangen. Für sie gibt es kein Urteil außer dem, das von Gott kommt, und dieses ist das Urteil der Barmherzigkeit. Die Protagonistin dieser Begegnung ist wirklich die Liebe, die über die Gerechtigkeit hinaus geht..."

FRANZISKUS PP


Ostern feiern wir einen Höhepunkt des Christlichen Glaubens, gedenken: der Einsetzung des Heiligen Abendmahles durch Jesus Christus, des Karfreitages, als Jesus am Kreuz alle Schuld auf sich genommen hat, und Ostern, als sich Gott zu Jesus durch die Auferstehung in seiner Liebe bekannte.

Die ersten Christen feierten am “Auferstehungstag”, dem Sonntag, das im “Brotbrechen” (s.a. Apg 2,42).

Das “Feiern des Heiligen Abendmahls” wurde eine Urwurzel von Gottesdienst und Gemeinde und so ist “Kirche” angefangen. Verweigert man Christen den Zugang zu dieser Feier, stellt sich eigentlich auch die Frage, ob sie dadurch nicht auf dem kalten Weg von der Kirche ausgeschlossen werden.

Im vorliegendem Text geht Siegfried Hübner auf die Problematik bei wiederverheirateten Geschiedenen bezüglich der Buße und der Kommunion ein.

Möge es ein Aufbruch im Hoffen sein, gemäß den Worten von Papst Franziskus am 13. März 2015:

Das Evangelium, das wir gehört haben (Lk 7:36-50), öffnet uns einen Weg der Hoffnung und des Trostes. Es ist gut, über uns denselben barmherzigen Blick Jesu zu wissen, wie er ihn auch auf die Sünderin im Haus des Pharisäers gerichtet hat.”

Wiesmoor, 27. März 2015, der Herausgeber