Erlesene Freuden
Adlerstein Verlag
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"Josef wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle,

dass die Zweige emporsteigen über die Mauer."

(1. Mose 49, Vers 22).

Mit diesem Bibelwort diente der Leiter unserer Kirche, Richard Fehr, am 9. April 1989 in Stockholm. Ende April 1989 fuhren wir zum evangel. Familienheim "Alter Leuchtturm" auf Borkum (www.alter-leuchtturm-borkum.de). Mit im Gepäck hatte ich 7 Antworten auf die Frage "Warum ist Kinderhaben so schön?", mit der wir dann unseren Schwedenurlaub gewannen. Im "Alten Leuchtturm" fand ich die Autobiographie von Armand Hammer (1898 - 1990), die mich sehr berührte.

In der Zeit, als mein Großvater im russischen Bürgerkrieg umkam (ca.1922), brachte Hammer (amerikanischer Arzt und Unternehmer jüdischen Glaubens) dem verhungernden russischen Volk (dem Volk seiner Väter - wie damals Josef!) Getreide im großen Stil, nach dem Unglück von Tschernobyl die beste medizinische Versorgung. Hammer konnte als Träger des "Lenin-Ordens" mit Michael Gorbatschow Klartext reden und machte seinem Namen (Arm und Hammer) alle Ehre, wie sich Ende 1989 zeigte. Meinen Brief hat er sogar beantwortet (siehe unten). 

Am 15.7.1990 traten wir dann unsere Schwedenreise an. (In unseren Gottesdiensten hatten wir übrigens an diesem Sonntag weltweit den "Segen Josefs" als Textwort).

In Älvdalen/Dalarna trafen wir die Familie von Pastor Lars Göran, die 7 Kinder hatte. Zum Gottesdienst fuhren wir nach Stockholm, wo wir Hans-Detlef trafen, der auf dem Weg nach Estland war, um dort unsere Kirche aufzubauen (er wollte auch ein "Zweig" sein, der "über die Mauer emporsteigt").  Unseren Freunden in Älvdalen gab ich zum Abschied folgendes Gedicht: 

"Ehrliche Gedanken und aufrichtige Worte sind wie

guter Samen und schöne Pflanzen.

Gewissenhaftes Tun und treues Vollbringen sind wie

herrliche Blüten und köstliche Früchte."

Durch diese Worte lernte ich Horst aus Leipzig kennen, der 1990 die Kantate "Säen, Ernten, Danken" verfasst hatte. Er und seine Gattin besuchten uns 1993 und durch ihn erfuhr ich 1995, dass die Franckeschen Stiftungen in Halle wieder aufgebaut werden. (siehe auch www.francke-halle.de)

  

         Nach dem Erntedank-Gottesdienst am 1.10.1995 in Leipzig

         (Als ich 1996 bei der Fa. REXGRANIT anfing, erfuhr ich, dass

         diese den Leipziger Granitaltarder geliefert hatte...)

 

Am 1.10.1995 war ich in Leipzig und am 2.10.1995 besuchte ich das erstemal die Franckeschen Stiftungen in Halle. Dort erfuhr ich, dass nach dem 2. Weltkrieg die Cansteinsche Bibelanstalt von Halle in meine Heimatstadt Witten verlegt wurde und in dem gleichen Haus arbeitete in meinem Geburtsjahr Johannes Rau als Voluntär (siehe ganz unten). 1998 war ich zur Wiedereinweihung des Cansteinhauses nach Halle eingeladen und lernte Dr. Bühner von der Deutschen Bibelanstalt kennen, der mir Grüße an Landessuperintendent Jürgens aus Aurich, der auch Vorsitzender der Ostfriesischen Bibelanstalt war, mitgab. Als ich in diesen anrief, wurden wir spontan (unsere schwedischen Freunde aus Älvdalen waren gerade bei uns) zum Tee eingeladen.

2007 bat mich Hans-Detlef, den ich in Stockholm kennengelernt hatte, aus den schwedischen Kindergedichten von 1989 ein Buch zu machen.

So entstand mein erstes Buch

 

und gründete den Adlerstein Verlag...


 

Letztendlich führten all diese Kontakte und Erlebnisse dazu, dass wir 1996 nach Wiesmoor umgezogen sind. So hat der "Segen Josefs" auch unser Leben beeinflusst ...