Erlesene Freuden
Adlerstein Verlag
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Ein Weg der Gnade

Die Sieben-Kirchen-Wallfahrt in Rom (nicht nur) im Jahr der Barmherzigkeit

von Heiko Merkelbach

ISBN: 9783945463140

104 Seiten (23 Fotos)

€ 9,90


ebook-ISBN: 9783945462379

€ 4,99



Wer zum ersten Mal die sieben bedeutendsten Kirchen in Rom zu einer Wallfahrt verbunden hat, ist nicht bekannt.

Sicher geht die Tradition auf die Spätantike zurück. Das erste uns erhaltene Zeugnis stammt aus dem 7. Jahrhundert. Von etlichen Heiligen wird berichtet, dass sie im Mittelalter die sieben Pilgerkirchen während einer Wallfahrt besucht haben und an den Gräbern der Heiligen Gottes Nähe spürten. Schon der erste Pilgerführer aus dem Jahr 1364 beschreibt diese Wallfahrt.


Populär wurde die Sieben-Kirchen-Wallfahrt mit dem "lachenden Heiligen" Philipp Neri (1515-1595). Er ging diesen "Weg der Gnade" mehrmals im Jahr, anfangs nur mit wenigen Gefährten. Dann schlossen sich immer mehr Menschen an: zunächst einfache Leute, dann auch Geistliche und Adelige. Bevorzugter Zeitpunkt der Wallfahrt waren der Karneval und die heiligen 40 Tage vor Ostern. Philipp Neri verband geschickt Religiös-Missionarisches mit dem Geselligen. Die Leute freuten sich auf das Picknick, das er stets im Anschluss an die Wallfahrt organisierte. Von manchen Eiferern wurde er deswegen auch kritisiert.


Philipp Neri folgte offenbar einem "katholischen", ganzheitlichen Ansatz, nach dem Seele und Körper eine Einheit bilden.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Zuspruch zu dieser Art von Wallfahrt schwächer. Mit dem Zweiten Weltkrieg verschwand diese ganz. Seit dem letzten Konzil, welches das Bild des pilgernden Volkes wieder in das Bewusstsein der Gläubigen gehoben hat, erfreut sie sich wieder steigender Beliebtheit.

Heiko Merkelbach


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