Erlesene Freuden
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Lebendiger Glaube

gelebt von Manfred Kerner, einem bekennenden neuapostolischen Christen

Holger Hespen

52 Seiten, € 4,90

ISBN: 9783837041330

 

 

Vorwort

Das vorliegende Bändchen zum „Lebendigen Glauben“ ist im Rahmen meines Lehrforschungsseminars im Institut für Religionswissenschaft / Religionspädagogik der Universität Bremen entstanden. Studierende lernen hier religions-bezogene wie auch - wie das Bändchen in sehr gelungener Weise zeigt - religiöse Daten und Mitteilungen religions-wissenschaftlich aufzubereiten und darzulegen. Dabei geht es nicht darum, den wissenschaftlichen Außenblick als kritischen im Sinne einer Religionskritik walten zu lassen, sondern eine konzentrierte und klare Betrachtung der wesentlichen Merkmale – hier des religiösen Lebens und Erlebens eines Mitglieds einer Religionsgemeinschaft - zu analysieren und zu dokumentieren.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend pluralen Gestalt christlichen Ausdrucks in unserer Gesellschaft wird die Beachtung und Kenntnis konkreter gelebter Religion immer wichtiger neben den Kenntnissen zu dogmatischen Inhalten unterschiedlicher christlicher wie insgesamt religiöser Strömungen. Denn der gelebte Glaube, die gelebte Religion ist es, mit der man es bei Fragen von Integration, Toleranz und Miteinander zu tun hat. Verkennt man deren Dimension und bleibt allein im Dogmatischen verhaftet, so hilft dies – so wenig wie meist im Leben – auch in der Wissenschaft nicht weiter.

Insofern leistet die vorliegende Studie von Holger Hespen viel, auch über die wissenschaftliche Brauchbarkeit hinaus. Sie trägt zum gegenseitigen Verständnis bei und hilft ganz grundsätzlich, die Dimension gelebten Lebens im Glauben nicht zu vergessen. 

Bremen im April 2008,             Prof. Dr. Gritt Klinkhammer

Nachwort

Holger Hespen hatte vor dem Interview mit Manfred Kerner noch an keinem Gottesdienst der Neuapostolischen Kirche teilgenommen. So konnte er die persönliche und subjektive Aussage von Manfred Kerner weitestgehend objektiv und neutral mit all den Aussagen über die NAK vergleichen und die vorliegende Ausarbeitung erstellen, für die er übrigens die Note 1,0 erhielt.

Doch was passiert, wenn er nun auch einmal einen Gottesdienst besucht, wie erlebt er und andere die von ihm beschriebene "Wirkmächtigkeit Gottes" ?! Gibt es in diesem Zusammenhang so etwas oder werden nur "Zufälle" geschickt zusammen gestellt?

Hier bieten sich dem Betrachter nun folgende Fakten an:

Am 27.1.2008 diente der Apostel Kerners in dessen Gemeinde mit einem Textwort, mit dem Stammapostel Leber schon einmal gedient hatte: "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." (Hebräer 13, 14). Zu diesem Gottesdienst hatte Kerner Holger Hespen eingeladen und nach dem Gottesdienst gab es während eines Imbisses noch ein Gespräch zwischen dem Apostel und Holger Hespen.

Sechs Tage später bekam Kerner überraschend eine Email von einem befreundeten Priester aus Tübingen mit einem Text über den Gottesdienst von Stammapostel Wilhelm Leber, den dieser am 6.1.08 in Tübingen gehalten hatte. Es war das o. g. Wort aus Hebräer! Zwei Stunden später erfuhr Kerner, dass er am 3.2.08 einen Gottesdienst halten sollte. Der eingeteilte Priester war wegen Krankheit ausgefallen. (Textwort: 1. Thessalonicher 2, 13) "Darum danken wir Gott ohne Unterlass, dass ihr das Wort göttlicher Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sonder als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt." Das Ist die "Wirkmächtigkeit Gottes"!!

In diesem Zusammenhang findet ein weiteres Detail eine besondere Bedeutung: Kerner bekam am 31.1.08 per Email das Monatsrundschreiben seines Bezirksapostels. Dieser weist auf ein Interview mit einer evangelischen Pfarrerin (Silvia Bukowski aus Wuppertal) hin, die von einer ökumenischen Jury für die "beste Predigt 2005" ausgezeichnet wurde. Die Pfarrerin spricht davon, was Aufgabe der Predigt ist: "Es geht darum, Gottes Spuren in unserem Leben aufzudecken. Viele Menschen suchen Antworten, wenn sie in den Gottesdienst gehen. Aber praktische Konsequenzen muss die Gemeinde selbst ziehen - und nicht der Pfarrer ihr vorschreiben."

"Gottes Spuren aufdecken!" - Das deckt sich mit der Aussage von Stammapostel Leber in Tübingen, wo er sehr eindringlich auf die Wichtigkeit von Glaubenserfahrungen und -erlebnissen hinwies.

Holger Hespen hat in seiner Seminararbeit aufgedeckt, wie wichtig "Glaubenserlebnisse" für einen neuapostolischen Christen sind und dass man das im Internet nachprüfen kann. Aber Glaubenserlebnisse beschränken sich nicht auf neuapostolische Christen. "Gottes Spuren aufdecken" - das kann jede gute Predigt! Es liegt letztlich bei uns, ob wir "Gott und sein Wort" in unser Leben mit einbeziehen:

"... als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt." (aus Thessalonicher 2,13.)